Fake-Anschlag auf Uni: Tatverdächtigter ermittelt

Tatverdächtiger zur vorgetäuschten Anschlagsandrohung am Passauer Unigelände konnte ermittelt werden

Am vergangenen Freitag, den 10.02.17 wurde dem  Passauer Klinikum telefonisch ein Anschlagsfall am unweit entfernten Unigelände mitgeteilt (CampusCrew berichtete). Angeblich seien dort mehrere Verletzte mit Stichverletzungen zu beklagen, die in Kürze im Klinikum eingeliefert werden sollten. Die Mitteilung stellte sich kurzerhand als vorgetäuscht dar. Dennoch liefen unverzüglich sowohl polizeilich, als auch seitens des Klinikums umfangreiche Alarmierungen und Maßnahmen an. Diesen Freitag konnte ein 16-jähriger Schüler aus dem östlichen Unterallgäu als Tatverdächtiger ermittelt werden. Er legte bereits ein Geständnis ohne Benennung eines Tatmotives ab.

Auf Hochtouren ermittelten Staatsanwaltschaft Passau und die Kriminalpolizei Passau seitdem mit technischer Unterstützung des Bayerischen Landeskriminalamt an dem Fall. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau wurde durch das Amtsgericht Passau ein Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss erwirkt und heute im Laufe des Tages durch die Kripo Memmingen vollzogen.

Im Rahmen dieser Maßnahme heute konnten diverse Beweismittel sichergestellt werden.
Ein 16-jähriger Schüler aus dem östlichen Unterallgäu gilt als Tatverdächtig. Er hat bezüglich des Anrufes ein Geständnis abgelegt. Zum Motiv seines Handelns äußerte er sich bislang nicht. Er ist in der Vergangenheit bereits in ähnlicher Form kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten.

Bezüglich der in der Erstpressemeldung genannten „Anruferin“, die durch die Zeugen auch so zu Protokoll gegeben wurde, kann ausgeführt werden, dass vermutlich die jugendliche Stimme des Tatverdächtigen zu dieser anfänglichen Feststellung geführt hat.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, insbesondere auch hinsichtlich des Tatmotives, dauern nach wie vor an. Durch den Einsatz entstanden Gesamtkosten im unteren fünfstelligen Eurobereich. Ob diese Polizeikosten wiederum der Verursacher zu tragen hat, wird eingehend geprüft.

Ein Ermittlungsverfahren u. a. wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen wurde in die Wege geleitet.

 

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