Anschlag auf Uni entpuppt sich als Fehlalarm

Eine anonyme Anruferin, die sich als Polizeibeamtin ausgab, meldete telefonisch beim Klinikum Passau, dass nach einem Anschlag mit Stichverletzungen am unweit entfernten Unigelände in der Innstraße mehrere Personen schwer verletzt sein sollen und diese in Kürze bei der Notaufnahme des Klinikums eingeliefert werden. Weit über 50 Einsatzkräfte der Polizei suchten mit Unterstützung der Universitätsleitung weiträumig Klinik- und Unigelände ab und konnten bezüglich eines „Anschlages“ keine Feststellungen machen, also Entwarnung geben. Die Ermittlungen hinsichtlich der anonymen Anruferin laufen.

Am gestrigen Freitag, den 10. 02.2017 gegen 19:30 Uhr ging der deutschsprachige Anruf mit weiblicher Stimme beim Klinikum Passau ein und löste dort schlagartig eine Alarmierungskette aus. Rund 40 zusätzliche Mitarbeiter wurden dort alarmiert und die Notaufnahme, die OP-Abteilung und die Intensivstationen dementsprechend verstärkt. Von Ärzten des Klinikums wiederum wurde dann die Einsatzzentrale der Polizei in Straubing verständigt, um sich über die Sachlage abzustimmen bzw. zu informieren. Auch seitens der Einsatzzentrale erfolgten unverzüglich zahlreiche Alarmierungen von Einsatzkräften, die nach und nach dem Einsatzleiter in Passau zugeführt wurden.
Neben Kräften der Polizeiinspektion Passau und zahlreicher umliegender Dienststellen, sowie der Bundespolizei waren unter anderem auch ein Polizeihund und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Auch die Bereitschaftspolizei wurde alarmiert.

Intensiv und zügig wurden die relevanten Örtlichkeiten im Bereich des Klinikums, sowie das Unigelände weiträumig abgesucht. Eine rund dreistündige Suchaktion brachte keine Erkenntnisse hinsichtlich eines „Anschlages“ bzw. verletzter Personen und so konnte Entwarnung gegeben werden. Es gingen bei der Einsatzzentrale auch keine weiteren Anrufe von Betroffenen oder Zeugen eines „Anschlages“ ein.

Warum die unbekannte Anruferin diesen Anschlag erfunden hat, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt nach ihr. Details zu dem Gesprächsinhalt selbst wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben.

Solltet ihr etwas auffälliges bemerkt haben, dann wendet euch an die Polizeiinspektion Passau unter 0851/9511-0.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *