Hängebrücke-Sanierung bis Mitte 2018: „Alternativlos“

Die Sanierung der Passauer Hängebrücke wird nicht im Oktober beendet sein, sondern wohl noch bis Mitte 2018 andauern. Grund sind die Ausmaße der Brückenschäden, die erst jetzt bekannt wurden.

 

Seit April dieses Jahres wird die Hängebrücke in der Passauer Altstadt saniert (CampusCrew berichtete). Durch das Entfernen der Fahrbahn kam ein unerwartet großes und unvorhersehbares Ausmaß an gravierenden Schäden an der Stahlkonstruktion der Brücke zum Vorschein. Zusätzlich zu diesen Korrosionsschäden fanden sich teilweise noch Reste einer bleihaltigen Stahlbeschichtung, die eigentlich schon in den 1980er Jahren hätten beseitigt werden sollen. Diese müssen nun unter den strengen Anforderungen hinsichtlich Arbeitssicherheit und Umweltschutz abgetragen und entsorgt werden.

Der gestiegene Aufwand für die Brückensanierung wird sich auch auf die Sanierungskosten auswirken. Ursprünglich sollten die Maßnahmen nur 2,5 Millionen Euro kosten. Daraus wird nun nichts, momentan werden die Kosten auf 4,3 Millionen Euro geschätzt. Zudem ist zu erwarten, dass die Baustelle bis zum Beginn der Winterpause nicht abgeschlossen und daher erst Mitte nächsten Jahres fertig gestellt werden kann. Um die Arbeiten trotzdem möglichst schnell beenden zu können, soll auch Nachts und an Wochenenden gearbeitet werden.

Ein Verzicht auf die Sanierung und stattdessen ein Neubau kommt dagegen nicht in Frage. „Das Ganze ist alternativlos“, meinte OB-Sprecher Herbert Zillinger gegenüber der Passauer Neue Presse. Diese wichtige Verkehrsverbindung im Herzen der Altstadt soll auch weiterhin zur Verfügung stehen, so die Stadt Passau in einer Pressemitteilung.

Die Sanierung der Hängebrücke über die Donau stellt eine große Herausforderung dar. Neben den logistischen Besonderheiten aufgrund der zentralen Lage inmitten der Passauer Altstadt sollen Fußgänger und Radfahrer auch während der Bauzeit die Brücke über eine aufwändige Behelfskonstruktionen weiterhin nutzen können. Auch darf die Schifffahrt auf der Donau nicht beeinträchtigt werden. Deshalb können die Arbeiten nur auf jeweils einer Flusshälfte zeitgleich durchgeführt werden.

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