Passau braucht mehr KiGa-Plätze

Passau hat inzwischen die 50.000 Einwohner-Marke überschritten (CampusCrew berichtete). Mit nunmehr 50.566 Bürgerinnen und Bürgern steigen auch Geburtenzahlen und somit ebenfalls der Bedarf an Kindergartenplätzen.

Diese Zusammenhänge hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper kürzlich von der Stadtverwaltung untersuchen lassen und das städtische Jugendamt beauftragt, eine Kindergartenbedarfsplanung zu erstellen.

„Es ist in einem hohen Maße erfreulich, dass wieder mehr Menschen und somit mehr Kinder bei uns in Passau leben. Von jeher ist es für uns ein zentrales Ziel, ausreichend Möglichkeiten zur Kinderbetreuung anzubieten. Stolz haben wir daher die Untersuchung des Statistischen Bundesamtes zur Kenntnis genommen, wonach wir mit unseren Betreuungsquote bei den 3- bis 6-Jährigen deutschlandweit und bei Kindern unter drei Jahren niederbayernweit auf Platz eins liegen. Auf diesen Lorbeeren werden wir uns aber nicht ausruhen, sondern weiter an einem verbesserten Angebot arbeiten.“
– Oberbürgermeister Jürgen Dupper

Im Einzelnen hat die Kindergartenbedarfsplanung ergeben, dass die Geburtenzahlen in den letzten fünf Jahren um 29 Prozent gestiegen sind.

Bei Kindern

  • im Krippenalter (0 bis 3 Jahre) beträgt die Steigerung 22 Prozent,
  • im Kindergartenalter (4 bis 6 Jahre) 5 Prozent.

Prognosen bis 2020 ergeben, dass in beiden Altersgruppen mit weiteren Zuwächsen zu rechnen ist. Konkret wird

  • bei den 0- bis 3-Jährigen mit 10 Prozent,
  • bei den 4- bis 6-Jährigen mit 7,5 Prozent gerechnet.

In den Kindertagesstätten werden derzeit insgesamt 1.950 Kinder aus der Stadt betreut. Davon sind 484 im Krippen- und 1.149 im Kindergartenalter, 462 Kinder besuchen einen Hort. Setzt man die Zahl der Krippenkinder von 484 in das Verhältnis zur Gesamtzahl der Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren, errechnet sich eine Betreuungsquote von 40,5 Prozent. Diese Quote lag 2011 bei 38,88 Prozent und hat sich in den letzten fünf Jahren nur geringfügig erhöht.

Aufgrund der zu erwartenden Zuwächse ist davon auszugehen, dass zusätzliche Räume geschaffen werden müssen. Errechnet wurde bis 2025 ein Mehrbedarf von 75 Plätzen im Krippen- und von knapp 200 Plätzen im Kindergartenbereich. Unter Einbeziehung der Überhänge muss das Angebot insgesamt um 10 Prozent im Vergleich zum heutigen Stand ausgebaut werden.

Auch die Stadtteile mit dringlichem Handlungsbedarf wurden bereits ausgemacht: Innstadt, Auerbach, Haidenhof, Grubweg, Hals, Hacklberg, Patriching, Schalding links der Donau, Heining, Neustift und Schalding rechts der Donau. Abhilfe soll beispielsweise durch die Einrichtung eines Betriebskindergartens am Klinikum sowie durch einen Neubau in der Innstadt geschaffen werden.

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