Olympische Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina: Das war die Schlussphase der Winterspiele

von am 24.02.2026

Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina sind zu Ende. Alle 116 Entscheidungen um das begehrte Edelmetall sind gefallen. In vielen Disziplinen setzten sich die Favorit*innen durch, zugleich sorgten Premieren und packende Finals für emotionale Höhepunkte. Hier einÜberblick über die Entscheidungen vom 18. – 22. Februar.

Von Jonas Weidemann

Der finale Medaillenspiegel

Norwegen behauptete auch in den letzten Tagen seine Spitzenposition im Medaillenspiegel. Besonders im Langlauf untermauerten die Skandinavier ihre Dominanz eindrucksvoll: Im 50-Kilometer-Rennen der Männer ging das komplette Podest an Norwegen, angeführt von Johannes Høsflot Klaebo. Auch im Biathlon blieb das Team mit Gold im Massenstart durch Dale-Skjevdal tonangebend.

Die USA festigten ihren Platz in der Spitzengruppe unter anderem durch Gold im Frauen- und Männer-Eishockey sowie starke Leistungen im Eisschnelllauf und im Ski Freestyle. Damit kletterten die Nordamerikaner auf den zweiten Platz. Gastgeber Italien hielt ebenfalls Anschluss an die Topnationen, unter anderem mit Medaillen im Skicross, im Shorttrack und im Eisschnelllauf-Massenstart. Dennoch verlor Italien gegenüber den USA an Boden und landete am Ende auf dem vierten Platz. Die Niederlande sammelten traditionell im Eisschnelllauf weiteres Edelmetall und entschieden beide Massenstarts für sich.

Frankreich setzte mit Gold im Biathlon-Massenstart der Frauen und Erfolgen im Skibergsteigen weitere Akzente. Schweden überzeugte im Langlauf mit Gold im Teamsprint der Frauen und im 50-Kilometer-Rennen der Frauen.

Auch kleinere Nationen sorgten weiterhin für bemerkenswerte Geschichten: Estland feierte mit Silber im Ski Freestyle einen historischen Erfolg. Es war erst die neunte Medaille bei olympischen Winterspielen für den baltischen Staat. Ebenso durfte Spanien im Skibergsteigen erstmals über olympisches Gold seit 1972 jubeln.

Platz

Nation

Gold

Silber

Bronze

Gesamt

1

Norwegen (NOR)

18

12

11

41

2

USA (USA)

12

12

9

33

3

Niederlande (NED)

10

7

3

20

4

Italien (ITA)

10

6

14

30

5

Deutschland (GER)

8

10

8

26

6

Frankreich (FRA)

8

9

6

23

7

Schweden (SWE)

8

6

4

18

8

Schweiz (SUI)

6

9

8

23

9

Österreich (AUT)

5

8

5

18

10

Japan (JPN)

5

7

12

24

11

Kanada (CAN)

5

7

9

21

12

China (CHN)

5

4

6

15

13

Südkorea (KOR)

3

4

3

10

14

Australien (AUS)

3

2

1

6

15

Großbritannien (GBR)

3

1

1

5

16

Tschechien (CZE)

2

2

1

5

17

Slowenien (SLO)

2

1

1

4

18

Spanien (ESP)

1

0

2

3

19

Brasilien (BRA)

1

0

0

1

Kasachstan (KAZ)

1

0

0

1

21

Polen (POL)

0

3

1

4

22

Neuseeland (NZL)

0

2

1

3

23

Finnland (FIN)

0

1

5

6

24

Lettland (LAT)

0

1

1

2

25

Dänemark (DEN)

0

1

0

1

Estland (EST)

0

1

0

1

Georgien (GEO)

0

1

0

1

28

Bulgarien (BUL)

0

0

2

2

29

Belgien (BEL)

0

0

1

1

Bob-Erfolge prägen deutsche Bilanz

Aus deutscher Sicht standen die Tage vom 18. bis 22. Februar zwar im Zeichen des Eiskanals, doch auch abseits der Bobbahn gab es Edelmetall.

Den Auftakt setzte am 18. Februar die Biathlon-Staffel der Frauen, die sich über 4 × 6 Kilometer Bronze sicherte. Zwei Tage später folgte ein weiterer Höhepunkt im Ski Freestyle: Im Skicross der Frauen gewann Daniela Maier sensationell Gold und setzte sich in einem hochklassigen Finale gegen starke internationale Konkurrenz durch.

Im Zweierbob der Frauen gewannen Laura Nolte und Deborah Levi die Goldmedaille. Zum krönenden Abschluss folgte im Viererbob der Männer ein eindrucksvoller Doppelerfolg: Johannes Lochner sicherte sich gemeinsam mit seinem Team Gold, dahinter fuhr das deutsche Team um Francesco Friedrich auf den Silberrang.

Damit prägten vor allem die Bob-Wettbewerbe die deutsche Schlussbilanz. 19 der insgesamt 26 Medaillen wurden im Eiskanal errungen. Seit der Wiedervereinigung holte Deutschland nur in Sotchi 2014 weniger Medaillen. Abseits der Eiskanal-Disziplinen blieb die Medaillenausbeute überschaubar, in vielen klassischen Schneedisziplinen fehlte die Durchschlagskraft. Besonders auffällig war die hohe Zahl an vierten Plätzen, mit denen Deutschland diese Spiele beendete.

 

Copyright: IOC/ Alisha Lovrich

Getagged als

Kommentare

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.


Campus Crew

Jetzt läuft
TITLE
ARTIST